• Barbezieuxfahrt 2018  

Wer schon immer wissen wollte, wie man Austern öffnet und wie sie schmecken, war beim Besuch der Cité de l’Huître in Marennes, das gegenüber der Île d’Oléron liegt, genau richtig. Zunächst wurde der fast 40-köpfigen Gruppe aus Wolfratshausen in einem Film gezeigt, wie Austern gezüchtet und geerntet werden bevor die meisten der Delegation ein paar Austern unter fachkundiger Anleitung verletzungsfrei  öffneten und an Ort und Stelle verspeisten.

Begonnen hatte die diesjährige Reise des Partnerschaftsvereins Wolfratshausen-Barbezieux nach Barbezieux am 20. Juni. Zur Reisegruppe gehörten 13 Sängerinnen und Sänger des Jugendkammerchors der Musikschule Wolfratshausen unter Leitung von Christian Preissler.

Erster Zwischenstopp während der Hinfahrt war eine Führung am Hartmannsweilerkopf im Elsass. Dort bekämpften sich Deutsche und Franzosen während des ersten Weltkriegs jahrelang, was keinerlei Geländegewinn brachte aber insgesamt  etwa 30000 Tote forderte. In der Krypta der dort 1921 errichteten Gedenkstätte schaffte es der Chor beim hervorragenden Vortrag von „Sicut cervus“ bei den meisten Mitreisenden Ergriffenheit und eine Gänsehaut zu erzeugen.

Nach der Übernachtung in Montbéliard  wurde die Gruppe vom Partnerschaftsverein und den Gastfamilien in Barbezieux am nächsten Tag wie immer herzlich empfangen. Am Tag darauf fand dann der oben erwähnte Ausflug nach Marennes  statt, abgeschlossen durch einen Vortrag des Jugendkammerchors in der dortigen Kirche.

Anlässlich der alljährlichen Fête de la Musique  hatte der Chor auf der Bühne vor der Kirche St. Mathias seinen Auftritt, der Höhepunkt der Reise. 


Sonntags standen drei Ausflugsziele auf dem Programm: Les jardins du Coq, eine alte Wassermühle, und das Château de la Mercerie.

Sonntagabend fand der Festabend in der Plaisance statt mit einem vorzüglichen Menü, gutem Wein und Ansprachen der Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine und einer Vertreterin des erkrankten Bürgermeisters Meuraillon.

Am darauffolgenden Tag trat die Gruppe aus Wolfratshausen die Heimfahrt an. Übernachtet wurde bei der Rückfahrt in Autun, einem kleinen Städtchen im Burgund. Am Dienstagabend traf die Delegation wohlbehalten wieder in Wolfratshausen ein. 

  • Welttag der Partnerstädte am 28. April 2018

Die Stadt Wolfratshausen hatte zum Welttag der Partnerstädte 2018 alle Partner- und Freundschaftsstädte sowie eine Delegation des Flottendienstboots Oste eingeladen.

Und alle kamen!

Aus Barbezieux kam erstmalig nach Wolfratshausen der Bürgermeister André Meuraillon zusammen mit seiner Frau sowie mehreren Stadträtinnen und Stadträten.

  • Besuch aus Barbezieux vom 19. bis 22. Mai 2017

Auch bezüglich des Wahlergebnisses der Präsidentschaftswahl in Frankreich war man sich einig beim Besuch der 33-köpfigen Delegation aus der Wolfratshauser Partnerstadt Barbezieux am Wochenende 19. bis 22. Mai. Das klare Bekenntnis des neuen Präsidenten Emmanuel Macron zu Europa, aber vor allem sein Programm haben nach Aussage der französischen Gäste bewirkt, das man von einer wirklichen Aufbruchstimmung und deutlich mehr Zuversicht in die Zukunft in Frankreich sprechen kann.

Großes Einvernehmen auch außerhalb der politischen Großwetterlage und Wiedersehensfreude beherrschte das gesamte Wochenende.

Der größte Anteil der Franzosen war am Freitag mit dem Flugzeug angereist. Der Vorsitzende der Partnerschaftsvereins Rainer Kebekus holte die Gruppe mit dem Bus am Flughafen ab. Am Abend fand nach einer Kirchenführung in Andechs ein reger Meinungsaustausch während eines leckeren Abendessens im dortigen Klostergasthof statt. „Ein anderes Wahlergebnis hätte nichts an der Freundschaft und den guten Beziehungen zwischen Barbezieux und Wolfratshausen geändert“, so Kebekus in seiner Ansprache am Freitagabend.

Der folgende Tag bestand aus einer Fahrt nach Augsburg, wo die Gruppe in einer französischen und deutschen Stadtführung viel über die Stadt Augsburg und seine Geschichte erfuhr. Besonders beeindruckt waren alle von der Fuggerei, der ältesten bestehenden Sozialsiedlung der Welt.

Zurück in Wolfratshausen schauten sich am Abend die meisten französischen Gäste zusammen mit ihren Gastfamilien die Floßprozession auf der Loisach an.

Der Höhepunkt des Wochenendes, so der Kommentar vieler Gäste, war die Floßfahrt am Sonntag. Los ging’s um neun Uhr bei herrlichem Wetter in Weidach. Bis zur Ankunft in München-Thalkirchen waren etliche Liter Bier getrunken und Leberkässemmel, Schnitzel und Rollbraten verspeist. Dank der angenehmen Temperaturen waren auch die Wasserspritzer an den großen und kleinen Rutschen schnell wieder vergessen.

Nicht ohne mit den deutschen Freunden Pläne für ein nächstes Treffen im Jahr 2018 in Barbezieux geschmiedet zu haben ging es für die französischen Gäste am Montagmittag per Flugzeug zurück nach Bordeaux und dann weiter mit dem Auto nach Barbezieux.


  • Kennenlernen der Bürgermeister 
    von Barbezieux und Wolfratshausen, Juni 2016
Nachdem André Meuraillon und sein deutscher Kollege Klaus Heilinglechner beide seit circa zwei Jahren im Amt sind ist es im Juni 2016 zu einem ersten Kennenlernen gekommen. Nicht zu beheben war in der Kürze der Zeit das auf beiden Seiten bestehende Sprachproblem, da der eine kein Deutsch und der andere kein Französisch spricht.
Begleitet wurde Herr Heilinglechner von  seiner Ehefrau, den Stadträten Dr. Krischke und Ley, den Rathaus-Mitarbeiterinnen Holzer und Hacibekiroglu sowie dem ersten und zweiten Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins Kebekus mit Ehefrau und Weber.
Der Rahmen für dieses Ereignis war die 30-Jahr-Feier der Partnerschaft von Barbezieux und ihrer Schweizer Partnerstadt Chardonne. Hierzu waren außer den Schweizern auch kleine Delegationen aus Vignola (der italienischen Partnerstadt von Barbezieux) und aus Wolfratshausen eingeladen.

  • Ausflug in die Südpfalz und ins Nord-Elsass 
    im Juni 2016
Wie in jedem Jahr ohne Fahrt einer größeren Gruppe nach Barbezieux oder Besuch von dort organisierte der Partnerschaftsverein wieder eine Ausflugsfahrt. Ziele der diesjährigen Fahrt waren die Südpfalz und das Nord-Elsass.
Erster Stopp zu einem Mittagsimbiss war das Örtchen Annweiler, wo im Restaurant „s’Reiwerle“ erste Gelegenheit bestand, Saumagen zu probieren und dazu einen guten Pfälzer Weißwein zu genießen. Am Nachmittag wurde die Burg Trifels besichtigt.
Nach der Übernachtung im Hotel Südpfalz-Terrassen in Gleiszellen stand am folgenden Tag die Fahrt nach Wissembourg (Weißenburg) im Elsass auf dem Programm, wo uns eine deutschsprachige Führung erwartete.
Weiter ging’s am Nachmittag zu einer Befestigungsanlage „Four à Chaux“ in der Nähe von Lembach, die zur Maginot-Linie gehört und aus Furcht eines Überfalls der Deutschen vor dem zweiten Weltkrieg gebaut wurde. Den Abschluss des zweiten Tages bildete die Besichtigung der Ruine Fleckenstein.

Bevor es am dritten Tag wieder Richtung Wolfratshausen ging standen noch Bad Bergzabern,  Dörrenbach und die Ruine Rietburg in der Nähe des Schloss Ludwigshöhe, das ein Sommersitz Königs Ludwigs I. von Bayern war, zur Besichtigung an.


Dörrenbach
  • Bericht von der „Comice Agricole“ 
    vom 4. bis 6. September 2015 in Barbezieux
     

In diesem Jahr war eine siebenköpfige Delegation aus Wolfratshausen angereist. Mit im Gepäck waren wie immer 300 Liter Bier, das den Standbesuchern in kleinen Bechern ausgeschenkt wurde.

Der diesjährige Rekordbesuch der Messe von insgesamt knapp 30000 Besuchern spiegelte sich auch im Bierverbrauch wider: am letzten Tag war eine Stunde vor Schluss das Bier restlos ausgetrunken und die Schinkenhäppchen, die zum Bier als kleinen Imbiss gereicht werden, aufgegessen. Im bereitstehenden Sparschwein, in das die Besucher eine kleine Spende werfen konnten, kamen in diesem Jahr etwas über 400 € zusammen. Dieses Geld wurde der Vorsitzenden des Partnerschaftsvereins in Barbezieux übergeben, die es an den dortigen Kindergarten weiterreichen wird.

Am letzten Abend der Messe waren die Partnerstädte von Barbezieux (Chardonne/Schweiz und Wolfratshausen, Vignola/Italien war in diesem Jahr nicht angereist) zu einem gemütlichen Abendessen eingeladen. Nicht nur zwischen Bewohnern von Barbezieux und Wolfratshausen sondern auch zwischen Vertretern der anderen Partnerstädte haben sich im Laufe der Jahre eine Reihe intensiver Freundschaften entwickelt. So wird z.B. im kommenden Jahr eine kleine Gruppe aus Wolfratshausen zur Feier der 30jährigen Partnerschaft Barbezieux- Chardonne in die Schweiz fahren



  •  Austausch 2015: Barbezieux, Royan, Bordeaux…

Die 38-köpfige Reisegruppe unter der Leitung des ersten Vorsitzenden Rainer Kebekus sowie fünf weiteren Vorstandmitgliedern ist zurück von der Reise in die Partnerstadt Barbezieux. Als Vertreterin der Stadt Wolfratshausen war die Stadträtin Sibylle Ulbrich mit von der Partie. Anlass der Reise war einerseits ein weiterer Austauschbesuch aber auch die Teilnahme am „Fête de la musique“.
Erstmalig wurde die Reise mit dem Zug angetreten: zunächst im TGV von München bis Paris-Est, danach von Paris-Montparnasse bis Angoulême und die letzten Kilometer bis Barbezieux mit dem Bus. Nach dem wie immer herzlichen Empfang in Barbezieux und der Verteilung aller Mitfahrer auf Gastfamilien erholte sich die Gruppe im Rathausgarten (siehe Bild 1) bei Reden des Bürgermeisters Meuraillon sowie der Vorsitzenden des französischen und des deutschen Partnerschaftsvereins und dem traditionellen „pot d’acceuil“: Pineau des Charentes und Cognac-Schweppes.


Der darauffolgende Tag stand ganz im Zeichen des „Fête de la musique“, bei dem das mitangereiste bayrische Musikensemble Hans Dondl mit den Laurenzibuam (siehe Bild 2) zünftig aufspielte. Die vier Musiker verstanden es, bei ihren beiden Auftritten die Zuschauer zu begeistern.


Am dritten Tag dann der Ausflug ans Meer. Vormittags eine Fahrt mit dem „train des mouettes“, einem liebevoll unterhaltenen Zug aus der Zeit nach 1880, der heutzutage Touristen von Saujon nach La Tremblade befördert. Nach der Möglichkeit zur Austernverkostung ging die Fahrt weiter nach Royan. Hier stand der Nachmittag zu freien Verfügung, was einige aus der Reisegruppe zu einem Sprung ins Meer nutzten. Nach einem kurzen Stopp in Talmond fand der gemeinsame Abend der Gastfamilien und ihrer Gäste bei gutem Essen und Trinken sowie einer Menge Musik wiederum vom mitgefahrenen Orchester in einer Auberge in Barzan statt.
Am letzten Besuchstag war dir Gruppe zu einer Stadtführung durch das alte Bordeaux angemeldet. Eine ausgezeichnete Führerin erklärte die Geschichte der Stadt, die sich vor allem in den letzten 20 Jahren vom hässlichen Entlein zu einer schicken Großstadt entwickelt hat.
Am 23. Juni ging es dann wie auf der Hinfahrt mit dem TGV und auf den letzten Kilometern mit der S-Bahn zurück nach Wolfratshausen.
Der nächste gegenseitige Besuch ist für 2017 vorgesehen. Vorher wird sich, wie in jedem Jahr, auch 2015 eine kleine Delegation Anfang September aufmachen Richtung Barbezieux zur Teilnahme an der „Comice Agricole“, der alljährlich in Barbezieux stattfindenden Landwirtschaftsmesse.


  • Mai 2012: In Barbezieux steht nun ein Maibaum

Die monatelangen Vorbereitungen haben sich gelohnt:
Wolfratshausens Partnerstadt Barbezieux hat einen Maibaum!

Zunächst machten sich am 27. April 2012 der von der Hofbräu-Brauerei gesponserte LKW mit dem in zwei Stücke geteilten Maibaum, Scherstangen, 10 Hektoliter Bier und vielen anderen Dingen, die zum Zusammenbau und Errichten des Maibaum nötig waren, auf den Weg. Ihm folgte ein Fahrzeug mit Pferdeanhänger, in dem sich zwei süddeutsche Kaltblüter befanden und einige Stunden später dann zwei Busse mit fast 100 Personen: Weidacher Burschenverein, Wolfratshauser Kolpingjugend,die achtköpfige Musikkapelle Aidling-Riegsee sowie Mitglieder des Partnerschaftsvereins Barbezieux-Wolfratshausen.

Während sich die meisten Reiseteilnehmer am 30. April La Rochelle anschauten, verblieben ein gutes Dutzend Burschen und Rainer Kebekus vom PV in Barbezieux, um den Maibaum zusammenzusetzen und die Vorbereitungen für das Aufstellen des Baums abzuschließen.

Am 1. Mai wurde dann der Maibaum bei herrlichem Wetter und einem weißblauen Himmel in einem Umzug vom städtischen Bauhof quer durch die ganze Stadt zur „Rue de Wolfratshausen“ gefahren. Angeführt von der Musikkapelle folgte der von den zwei traditionell geschmückten Kaltblütern gezogene Baum sowie die Maiburschen und Maimadeln. Fast zwei Stunden waren dann nötig, um den Maibaum auf traditionelle bayrische Art mit Scherstangen aufzustellen. Nachdem sich danach die Burschen mit Brotzeit und dem mitgebrachten Bier gestärkt hatten, folgten die Ansprachen der beiden Bürgermeister René Vignerie und Helmut Forster und unserem Vereinsvorsitzenden Achim Weber und schließlich das Aufziehen der bayrischen Fahne begleitet von der Bayernhymne sowie der traditionelle Maitanz.

Die französischen Freunde bedankten sich überschwänglich für dieses außergewöhnliche und sehr gelungene Geschenk ihrer bayrischen Freunde.